Der Orden der Oblaten der Jungfrau Maria

Die Leitung der Pfarre obliegt der Kongregation der Oblaten der Jungfrau Maria (OMV).

Diese wurde von Pio Bruno Lanteri in Piemonte/Italien gegründet. Im Jahr 1759 in Cuneo, einer kleinen Stadt in Norditalien, geboren und aufgewachsen, lernte er während des Theologiestudiums den Jesuiten P. Nikolaus von Diessbach kennen, der ihn in die Exerzitien des heiligen Ignatius von Loyola einführte. Illustration: Pio Bruno Lanteri

Nach der Weihe zum Diakon kam Lanteri mit P. Diessbach anlässlich des Besuches Papst Pius VI. bei Kaiser Joseph II. nach Wien. Lanteri kehrte wieder nach Turin zurück, während Diessbach in Wien blieb und dort bis zu seinem Tod wirkte. Nach der Priesterweihe widmete sich Lanteri mehrere Jahrzehnte lang den Exerzitien des Hl. Ignatius von Loyola, der Verteilung guter Bücher und der Ausbildung junger Priester. Außerdem wirkte er als Beichtvater und Geistlicher Begleiter. Von ihm ging auch die Gründung des "Convitto Ecclesiastico" in Turin aus, einer Einrichtung zur Ausbildung von Priestern, die Heilige wie Don Bosco, Joseph Cottolengo und Joseph Cafasso hervorbrachte.

Gemeinsam mit drei weiteren Priestern gründete er die Kongregation der Oblaten der Jungfrau Maria, die am 1. September 1826 die päpstliche Anerkennung erhielt. P. Pio Bruno Lanteri starb vier Jahre nach der Gründung der Gemeinschaft am 5. August 1830. Seither breitete sich die Kongregation der Oblaten der Jungfrau Maria auf vier Kontinente aus, wo sie in verschiedenen Ländern und Kulturen wirkt. So wirkt der Orden heute in 4O Häusern in Europa, Asien, Afrika, Nord- und Südamerika. Seit 1954 ist die Kongregation auch in Österreich vertreten.


Die Oblaten der Jungfrau Maria sind eine Gemeinschaft von Priestern und Brüdern päpstlichen Rechts. Wie der Name schon verrät, steht die Gemeinschaft unter dem besonderen Schutz der Mutter Gottes, die P. Lanteri auch die eigentliche Gründerin nannte. Ein weiteres Kennzeichen der Kongregation waren immer auch die Treue zum Heiligen Vater sowie eine tiefe Verehrung der Eucharistie. Durch die Gelübde der Armut, des Gehorsams und der Keuschheit wollen die Oblaten in der Welt Zeugnis für Gott geben. Die Schwerpunkte des Apostolats der Oblaten sind die Exerzitien des hl. Ignatius von Loyola, die Aus- und Fortbildung des Klerus, die Verkündigung der Wahrheit gegenüber den Irrtümern des Zeitgeistes, der Einsatz der Presse und der sozialen Kommunikationsmittel für die Verkündigung des Glaubens, die Missionen sowie die geistliche Bildung und Begleitung von Laien(-gruppen). Außerdem betreuen die Oblaten auch Pfarren, sind als Geistliche in Spitälern oder in der Studentenseelsorge tätig und unterrichten an Schulen und Universitäten. Bei all dem sind sie bemüht dem Geist und Charisma  P. Lanteris treu zu bleiben.

Heutzutage betreut die Kongregation in Österreich außer unserer Pfarre noch die Basilika in Loretto (Burgenland) mit dem angeschlossenen Kloster als Bildungs- und Exerzitienhaus.

Weitere Information können Sie der Homepage des Ordens der "Oblaten der Jungfrau Maria" entnehmen.