Seelsorge und Sakramente
Die Sakramente sind Zusage der Nähe Gottes - in Zeichen, Symbolen und Gebeten.
Taufe
Die Taufe ist das "Eingangstor" zur Kirche. Ohne sie können keine weiteren Sakramente empfangen werden.
Zunächst ist sie Eingliederung in die Gemeinschaft der Gläubigen,
sie eröffnet die Zugehörigkeit zu Christus und sie
bringt das uneingeschränkte JA Gottes zu einem Menschen zum Ausdruck.
Die Taufe bedeutet aber auch eine (Selbst-)Verpflichtung für den Täufling bzw. seine Eltern und Paten, und sie
markiert den Beginn des geisterfüllten Lebens des Menschen.
Beichte
Die Beichte ist das Sakrament der Sündenvergebung. In der Beichte bekennt der Gläubige dem Priester ("Beichtvater") seine Sünden.
Der Priester wird versuchen, durch geistliche Anregungen und seelsorglichen Rat auf dem Weg der Umkehr,
der Besserung oder auch Wiedergutmachung zu helfen. Dazu dient auch eine - heute wohl eher symbolisch zu verstehende- Buße,
meist ein Gebet, die der Priester dem Beichtenden auferlegt.
Die Beichte schließt mit der "Lossprechung", in der der Priester Kraft seiner Amtsvollmacht im Namen Gottes und im Auftrag der Kirche
den Büßenden von der Sünde freispricht. Der Gültigkeit der Beichte vorausgesetzt ist erstens die Reue, die Ehrlichkeit des Bekenntnisses
und die Bereitschaft, sein Leben zu bessern. Die Reue ist nicht unbedingt ein "Gefühl". Oft wird sich nämlich ein solches Gefühl der Zerknirschung
und des Schmerzes nicht einstellen. Vielmehr ist es ein Akt der Einsicht und der Entscheidung.
Ebenso verlangt die Ehrlichkeit des Bekenntnisses nicht, dass alles und jedes benannt wird.
Vielmehr kommt es auf den Kern des Problems an und auch die Intention des Bekenntnisses.
Man kann ja theoretisch "alles sagen", dabei aber das eigentliche Übel geschickt verschleiern.
Und schließlich bedeutet die Bereitschaft, sein Leben zu bessern, nicht zugleich auch, dass dies gelingen muss.
Hier genügt die ehrliche Absicht und das Bemühen.
Möglichkeit zur Beichte und Aussprache:
Samstag ab 18:00 Uhr und Sonntag ab 9:30 Uhr und 18:00 Uhr im rechten Beichtstuhl in der Kirche
und nach persönlicher Vereinbarung (unter Tel.:877 22 61-12; oder e-mail: sromv@gmx.at) im Aussprachezimmer.
Erstkommunion
Auch in unserer Pfarre findet eine Erstkommunionvorbereitung statt.
Sie können dazu auf der Seite der Erstkommunion mehr erfahren.
->direkt zur Erstkommunionseite
Firmung
Die Bezeichnung Firmung weist einerseits auf die "Bestätigung" der Taufe hin und andererseits die besondere Stärkung durch
die Kraft des Heiligen Geistes. In der Firmliturgie tritt dies durch die Erneuerung des Taufversprechens und dem Glaubensbekenntnis der
Firmlinge klar zu Tage.
Wir könnten aber auch sagen, daß die Firmung die "Volljährigkeit" im Glauben bedeutet. Volljährigkeit bedeutet aber nicht nur Rechte,
sondern auch Pflichten zu haben.
Von Anfang an muss die Firmung im engsten Zusammenhang mit der Taufe gesehen werden. Während die Taufe das Sakrament der Aufnahme und der
Einführung in das religiöse Leben ist, ist die Firmung das Sakrament der Vollendung.
Eheschließung
Ehe bedeutet, dass Mann und Frau für ein Leben lang beieinander bleiben wollen. Sie lieben sich, haben gelernt, sich zu vertrauen und entscheiden sich für ein gemeinsames Leben. Sie sind auf ihrem Weg so weit, dass sie sagen können: "Ja, wir trauen uns..." Bei der Hochzeit bekennt sich das Paar öffentlich zueinander. Alle sollen es wissen und die Menschen, die dem Paar etwas bedeuten, sollen die Entscheidung mitfeiern.
Krankensalbung
Die katholische Kirche kennt seit ihrer frühesten Zeit die Krankensalbung.
"Ist einer von euch krank? Dann rufe er die Ältesten der Gemeinde zu sich. Sie sollen über ihn beten und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben. Das Gebet aus dem Glauben wird den Kranken retten, und der Herr wird ihn aufrichten und wenn er Sünden begangen hat, so werden sie ihm vergeben", so heißt es im Jakobusbrief.
Die Erfahrung zeigt immer wieder, dass es für den kranken Menschen wohltuend ist. Er oder sie kann sich „beruhigen“ und gelassener mit seinem/ihrem „Schicksal“ umgehen. Es soll hier auch nicht unerwähnt bleiben, dass dieses Sakrament öfter empfangen werden kann.